EWAG: Ein Schweizer Pionier im Bereich des Präzisionsschleifens
EWAG, ist ein Schweizer Unternehmen, das auf die Entwicklung und Herstellung von hochpräzisen Werkzeugmaschinen, insbesondere für das Schärfen von Werkzeugen, spezialisiert ist. Sie hat die Geschichte der Fertigungsindustrie geprägt, indem sie die Uhrenindustrie mit Werkzeugmaschinen wie der WS11 revolutionierte, die schnell einen legendären Status als Synonym für Präzision und Innovation erlangten.
Die Anfänge von EWAG: im Herzen der Schweizer Uhrenindustrie
Gegründet 1946 unter dem Namen Edel-Werkzeug AG von Dr. H. Pfluger, G. Vogt-Schild, Dr. H. Vogt und O. Remund in Solothurn in der Schweiz gegründet wurde, war das Kerngeschäft der EWAG zunächst die Herstellung von Werkzeugen, wie z.B. das Schleifen von Meißeln aus Wolframkarbid. Die ersten Produktionsstätten, eine Garage und eine Kaserne, befanden sich in Zuchwil, im zeitgenössischen Sulzerareal und in Biberist.
Diese Region, die seit 1888 als Hochburg der Schweizer Uhrenindustrie bekannt war und Firmen wie Liga, Roamer Watch und Mido (die 1946 zu HAUSER nach Biel kam) beherbergte, war der fruchtbare Boden, auf dem EWAG seine ersten Maschinen entwickelte.
Aufgrund seiner Erfahrung im Schleifen von Präzisionswerkzeugen entwickelte das Unternehmen bereits 1954 den ersten Prototypen einer Hochpräzisionsschleifmaschine, die WS10, aus der 1955 die legendäre WS11 hervorging.
Die WS11: eine Revolution im Schleifen
In diesem Kontext der Entwicklung der Fertigungsindustrie entstand die legendäre WS11. Nachdem sie 1957 auf der Hannover Messe vorgestellt wurde, erlangte diese fantastische Universalschleifmaschine dank ihrer außergewöhnlichen Leistung schnell Weltruhm. Ihre unübertroffene Präzision, Vielseitigkeit und Robustheit machten sie zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Uhrmacher, aber auch für andere Hightech-Industrien mit ähnlichen Ansprüchen. Die Perle der Schleifmaschinen, wie sie auch genannt wird, war ein echter Wendepunkt in der Geschichte des Schleifens, da sie die Qualitätsstandards auf ein nie zuvor erreichtes Niveau anhob.
Seitdem hat sie sich ständig weiterentwickelt. 1973 wurden die Modelle WS11-A und 1977 WS11 SP (Spiral) eingeführt, und 2008 wurde die gesamte Produktreihe modernisiert.
Kaufen Sie eine gebrauchte EWAG-Schleifmaschine
Die WS11 hat auch heute noch nichts von ihrem Glanz verloren, sie ist immer noch sehr begehrt und Exemplare in perfektem Zustand sind auf dem Gebrauchtmarkt rar. Um eine solche Maschine in aller Ruhe zu erwerben, ist es sinnvoll, sich an einen Fachhändler für gebrauchte Werkzeugschleifmaschinen zu wenden, der zuvor für eine Instandsetzung nach den Standards des Herstellers EWAG gesorgt hat.
EWAG hat sich mit seinen Werkzeugmaschinen schnell als ein unumgänglicher Akteur in der Schweizer Uhrenindustrie etabliert. Die Uhrmacher, die auf der Suche nach immer leistungsfähigeren Werkzeugen für die Bearbeitung der winzigen Komponenten ihrer Uhren sind, haben in EWAG einen Hersteller gefunden, den sie nicht mehr verlassen werden.
Diversifizierung und Entwicklung hin zu CNC-Maschinen
Im Laufe der Jahre hat EWAG seine Aktivitäten immer weiter innoviert und diversifiziert.
Zunächst wurde das Sortiment an manuellen Maschinen bis 1980 ausgebaut, mit Radiusschleifern für PKD, dann der RS2 im Jahr 1964, dem Vorläufer der RS12, die 1980 auf den Markt kam, auch mit Schliffmaschinen, insbesondere der LS01 im Jahr 1982, Bohrerschleifmaschinen wie der AS40 im Jahr 1983 und schließlich der Frässchleifmaschine FS600 im Jahr 1984.
1986 kam es zu einem Wendepunkt, als auf der IMTS in Chicago (USA) die erste in Serie gefertigte CNC-Maschine, die RS12, vorgestellt wurde. Nach diesem Ereignis folgte eine Reihe von Entwicklungen und technologischen Innovationen, von der CNC-Schleifmaschine EWAMATIC im Jahr 1993 bis zur Entwicklung der ersten Prototypen EASYGRIND im Jahr 1999 und der INSERT LINE und LASER LINE im Jahr 2010.
Von der Uhrenindustrie hat sich das Unternehmen auf andere Sektoren wie die Luft- und Raumfahrt, die Medizintechnik und die Automobilindustrie ausgeweitet. Die Integration von EWAG in die UNITED GRINDING Gruppe hat ihre Position auf dem Weltmarkt gestärkt und es ihr ermöglicht, eine noch breitere Palette von Produkten anzubieten. Insbesondere wurde eine starke Zusammenarbeit mit dem deutschen Unternehmen WALTER MASCHINENBAU eingeleitet, das bereits Teil der Gruppe ist, in der sie den technologischen Zweig für das Schleifen von Werkzeugen bilden.
Heute verfügt EWAG über ein komplettes Angebot für die Bearbeitung von Werkzeugen, von Laserbearbeitungsmaschinen über Schleifmaschinen, CNC-Schleifmaschinen und Werkzeug-Erodiermaschinen bis hin zu Messmaschinen.
Der Einfluss von EWAG auf die verarbeitende Industrie
EWAG ist weit mehr als nur ein Hersteller von Werkzeugmaschinen. Es ist ein Unternehmen, das es verstanden hat, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden, um zu einem wichtigen Akteur in der Präzisionsbearbeitung zu werden.
Das Erbe von EWAG geht weit über das Unternehmen selbst hinaus. Durch die Entwicklung von immer leistungsfähigeren Maschinen hat EWAG zur Verbesserung der Produktivität und Qualität in der Uhrenindustrie und vielen anderen Industriezweigen beigetragen. Die Präzision der EWAG-Maschinen hat die Herstellung immer komplexerer und miniaturisierterer Teile ermöglicht und damit den Weg für neue technologische Anwendungen geebnet.
Mit ikonischen Maschinen hat EWAG einen unauslöschlichen Eindruck in der Geschichte der verarbeitenden Industrie hinterlassen.














